Wahl 2009

STATT Partei
fordert bessere Ausstattung aller Schulformen

Ein Ziel der STATT Partei nach der Kommunalwahl 2014 ist die bessere räumliche Ausstattung aller Schulformen in Lünen. Gleichzeitig muss der Schulentwicklungsplan überarbeitet und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Bisher waren die zu erwartenden Schülerinnen und Schülern von geplanten Neubaugebieten nicht in den Entwicklungsplan einbezogen. So dass sich da ein verzerrtes Bild ergeben hat. Außerdem haben bisher immer die aktuellen Zahlen der Schulen stark von den Vorgaben des Schulentwicklungsplanes abgewichen.

Grundschulen

Die Grundschulen müssen Räumlichkeiten vorfinden, in denen ein altersgerechter Unterricht nach neuen pädagogischen Kenntnissen möglich ist. So sollte die Räumlichkeiten groß genug sein, damit in kleineren Gruppen gearbeitet werden kann und auf die Bedürfnisse der Kinder Rücksicht genommen wird. Viele der Lüner Grundschulgebäude stammen aus den vorigen Jahrhundert und entsprechen in ihrer Bausubstanz nicht mehr den heutigen Voraussetzungen.

Der Architektenwettbewerb zum Neubau der Grundschule in Lünen-Süd ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Fachleuten und den Mitgliedern der Lüner Parteienlandschaft ist eine sehr gute Lösung gefunden worden. Wir erwarten eine im Sinne der Schüler zügige Umsetzung des Entwurfes. Einen Schwachpunkt sieht die STATT Partei allerdings: Durch die offene Gestaltung ist ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit durch die Lehrkräfte in den Pausen gefordert und wie sich die Nutzung in den Nachmittags- und Abendstunden entwickelt, muss auch abgewartet werden. Enttäuschend ist, dass kein Vertreter der Paul-Gerhardt-Schule eingeladen wurde, denn die Schülerinnen und Schüler betrifft es genauso wie die Schülerinnen und Schüler der Overberg-Schule.

Hauptschulen

Die vorhandenen Hauptschulen müssen bestehen bleiben und gleichzeitig gestärkt werden. Gerade bei den Hauptschulen ist es besonders wichtig, dass der Unterricht in Klassen mit einer geringen Schülerstärke erteilt wird. Durch Differenzierung muss ermöglicht werden, dass die Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Stärken und Neigungen gefördert werden können um ihnen einen guten Start fürs Berufsleben zu ermöglichen.

Gymnasien

Bei den Gymnasien steht die Renovierung der beiden Schulgebäude an erster Stelle. Der Teppichboden im Gymnasium Altlünen liegt seit Jahrzehnten dort und muss dringend erneuert werden. Gleiches gilt für die Heizung mit Nachtspeichern.

Gesamtschulen

Die Restaurierung des Sharoun-Gebäudes der Geschwister-Scholl-Gesamtschule sorgt dafür, dass ein architektonisches Kleinod in Lünen wieder in altem Glanz erstrahlt. Allerdings muss die Restaurierung so erfolgen, dass die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen und nicht, dass das Gebäudes zu einem „Museum“ wird, was von den Schülerinnen und Schülern nicht wirklich genutzt werden kann.

Für die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule muss eine Lösung gefunden werden, denn der Gebäudeteil der ehemaligen Heinrich-Bußmann-Schule ist von Bergschäden stark betroffen und soll abgerissen werden. Allerdings gehen auch hier die Schülerzahlen des Schulentwicklungsplanes mit den tatsächlichen Schülerzahlen nicht konform. Es muss für einen Ausgleich gesorgt werden, zum Beispiel in Form eines neuen, kleineren Anbaus, damit die Profile der Schule weiter unterrichtet werden können. So ist es zum Beispiel nicht möglich, den Musikklassen Instrumentalunterricht zu erteilen, während im Klassenraum nebenan eine Arbeit geschrieben wird. Dieses muss bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden.

Übermittagsbetreuung an den weiterführenden Schulen

Die geplante Übermittagsbetreuung an den weiterführenden Schulen wirft auch noch ungelöste Probleme auf. So berücksichtigt die Schulverwaltung bei der Übermittagsbetreuung bisher nur Schülerinnen und Schüler, die sich für das Mittagessen gemeldet haben. Jedoch müssen auch für die Schülerinnen und Schüler Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden, die sich in der Mittagspause selber versorgen. Mit kleinen Umbauarbeiten, wie sie zur Zeit in Planung sind, wird es leider nicht möglich sein, allen Schülerinnen und Schülern und allen Schulformen gerecht zu werden.

Neue Medien

Die geplanten Laptop-Wagen an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule müssen durch Ausstattung aller weiterführenden Schulen mit Laptop-Klassen ergänzt werden. Mini-Laptops sind zwischenzeitlich so günstig geworden, dass den Schülerinnen und Schülern gegen eine geringe monatliche Gebühr die Laptops auch für die Nutzung im privaten Bereich zur Verfügung gestellt werden können.

Unsere Lösungsvorschläge:

  • Einrichtung von Laptop-Klassen an allen weiterführenden Schulen
  • eine bessere räumliche Ausstattung der weiterführenden Schulen bei der Übermittagsbetreuung
  • eine bedarfs- und altersgerechte Ausstattung der Lüner Grundschulen